KAROWER GESÄNGE – EINE HOMMAGE AN KAROW

Beschreibung

Vor zehn Jahren überraschte Luise Winkelmann ihre Bewunderer mit einem Gedichtband. „Das zweite Gesicht“ zeigt eine Malerin, die zu sprachlichen Mitteln griff. Unterstützt mit Arbeiten ihres Freundes, dem Künstler Erhard Holley, gelang der Aufbruch der Achtzigjährigen in die Literatur. Bemerkenswert.

Seither schreibt und malt sie. Ihre Themen kommen leichtfüßig und schwermütig daher, drängen sich der Malerin in den Tag. Dankbar nimmt sie die Herausforderung an. Immer wieder. Sie spürt, jeder Augenblick, den sie genießen kann, ist kostbar. Die Arbeit mit Pinsel und Stift lässt sie ansetzen zum Flug in eine Welt, deren Mittelpunkt ihr Herz ist. Es schlägt aufgeregt und sucht Welten, in denen andere Herzen den Rhythmus angeben, nach Gesetzen, die im Makro- wie im Mikrokosmos gelten. Wenn ein Stern erlischt, dann bleibt er doch im All. Wenn ein Baum stirbt, leben andere Bäume von seiner Kraft. Der Sternenwald nimmt alle auf. Aus welchem Kosmos oder Biotop sie auch kommen.

Mit den Jahren wächst die Gewissheit, Leben heißt auch Abschiednehmen. Zwischen dem Kommen und Vergehen neigen Menschen dazu, sentimental zu werden. Oder glauben, sich mit Pathos schützen zu können. Mit dem Wanderer, der Karow entdeckt, schafft Luise Winkelmann die Gratwanderung. Verehren, was in vergangenen Jahren geschafft wurde und hinterfragen, welchen Bestand Gegenwärtiges haben wird. Wir sehnen uns nach Beständigkeit.

Dorothea Iser

 

Das Buch ist erhältlich bei Amazon: Karower Gesänge: Eine Hommage an Karow in lyrischen Texten von Luise Winkelmann und Kollagen von Erhard Holley“